Was bedeutet Hospizarbeit?
Im Zentrum der Hospizarbeit steht die Begleitung von
schwerkranken, sterbenden Menschen und deren Angehörigen. Hospiz bedeutet (der
lateinischen Wurzel nach) gastfreundliche Herberge, Stätte zum Ausruhen, bevor
es weitergeht. Die Hospizbewegung möchte zum einen den Tod wieder als Teil des
Lebens stärker ins Bewusstsein rufen und zum anderen allen damit Betroffenen
menschliche Anteilnahme und Halt bieten. Die Würde des Menschen soll bis
zuletzt erlebbar und geachtet sein.
Wir sind ...
ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich nach
einer einjährigen Vorbereitungszeit in diesen Dienst stellen. Die berufliche
Zusammensetzung und die Altersstruktur ist bunt gemischt. Die meisten von uns
fühlen sich dem christlichen Glauben verpflichtet oder nahe stehend, aber nicht
alle.
Wie wir arbeiten:
Aus Erfahrung wissen wir, dass jeder Mensch in seinem Sterben
ganz eigene Bedürfnisse hat. Was ihm in diesem Augenblick gut tut, versuchen
wir zu erfüllen. Ob wir still am Bett sitzen, kleine Handreichungen tun, einen
Liedvers singen, miteinander reden, beten oder schweigen oder einfach nur die
Hand halten ... für all das gilt, dass es dem Betroffenen und den Beteiligten
entsprechen muss. Im Mittelpunkt steht die menschliche Zuwendung zum schwer
Erkrankten oder auch zu den Angehörigen.
Über unsere Erfahrungen tauschen wir uns in Gesprächsrunden
aus, um die Sensibilität zu erweitern und belastende Erlebnisse besser
verarbeiten zu können. Wir unterliegen der Schweigepflicht.
Die medizinische und hauswirtschaftliche Versorgung können wir
nicht übernehmen. Wir helfen aber gerne bei der Weitervermittlung an
entsprechende Dienste.
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