Was geschieht, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen?
In einem Vorgespräch klären wir gemeinsam die Erwartungen und
Möglichkeiten. Unsere Einsatzleitung sucht dann gezielt eine/n geeignete/n
Hospizhelfer/in und vermittelt das erste Treffen. Ob es einmal oder mehrmals pro
Woche zum Besuch kommt, ergibt sich aus der jeweiligen Situation. Die Einsätze
sind kostenfrei.
Wir fühlen uns zuständig für Eberstadt,
Ellhofen, Lehrensteinsfeld, Obersulm, Weinsberg, Wüstenrot, Löwenstein. Bitte
rufen Sie uns an. Wir werden auf jeden Fall Kontakt mit Ihnen aufnehmen. Eva-Maria Wilske
erreichen Sie bei Ihrem Anruf. Sollte sie nicht da sein, vertritt eine
andere ehrenamtliche Mitarbeiterin. Beide
haben Erfahrungen aus vielen Hospizeinsätzen. Sie
werden Ihnen freundlich begegnen.
Die Einsatzleitung erreichen Sie über
Telefon 01 72 / 9 53 97 09
Im Jahr 1999 haben die Hospizhilferinnen und Hospizhelfer 40
Personen begleitet. Sie waren 463 Stunden im Einsatz.
Ein Einsatz von vielen
Wie es anfing
Helga Bessmer (alle Namen sind geändert) bekam immer häufiger
Kopfschmerzen. Als Schwindelanfälle und Wahrnehmungsstörungen hinzu kamen,
ging sie zum Arzt. Während eines Krankenhausaufenthaltes wurde die
Verdachtsdiagnose "Hirntumor" zur schrecklichen Gewissheit. Die
Krankheit schritt schneller voran, als erwartet, so dass bald nur noch
schmerzlindernd behandelt werden konnte. Die Entlassung aus dem Krankhaus stand
an. Herr Bessmer, 74 Jahre alt, konnte die Pflege nicht übernehmen. Der Umzug
von Frau Bessmer ins Pflegeheim war der Ausweg.
Allein geht es nicht mehr
Herr Bessmer war jeden Tag von morgens bis abends bei ihr. Er gab ihr das
Essen und war für sie da. Dann konnte er selbst nicht mehr. Aber seine Frau
wollte er auch nicht allein lassen. Genau in diesem Moment kam ihm ein
Informationsblatt des Hospizdienstes in die Hand. Er wählte die Nummer der
Einsatzleiterin.
Am nächsten Tag kam Ingrid Gerstein in das Heim. Herr Bessmer wies sie
sorgfältig ein, was für seine Frau zu tun war. Dann ging er für eine Stunde
weg. In den folgenden drei Wochen, die Frau Bessmer noch zu leben hatte, nahm er
sich immer wieder diese "Auszeit". Aber sehr bald nützte er die
Gelegenheit zu Gesprächen mit Frau Gerstein. Frau Bessmer konnte in dieser Zeit
schon fast nicht mehr reden. Man spürte aber, wie wichtig ihr die Anwesenheit
eines Menschen war.
Der erahnte Tod
Eines Tages bat Herr Bessmer dringend darum, dass in dieser Nacht Frau
Gerstein bei seiner Frau bleiben möge. Sie konnte das nicht, sprach aber mit
der Einsatzleiterin. Nach einigem Herumfragen übernahm Andreas Roth diese
Aufgabe. In dieser Nacht starb Frau Bessmer.
Frau Gerstein hatte nachher das Gefühl, ihre Anwesenheit sei für den Mann
wichtiger gewesen als für die Sterbende. Herr Bessmer betonte in mehreren
Telefonaten, dass sich mit dem Kommen von Frau Gerstein die Situation für ihn
grundlegend zum Guten geändert habe.
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