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Nach oben Grab für Totgeborene in Heilbronn Trauerfeier in Heilbronn Totgeborene
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Schmetterlingsgräber Lageplan
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Einweihungsfeier der Grabstätte für tot
geborene Kinder, des Platzes für die "Schmetterlingsgräber", fand auf
dem Heilbronner Hauptfriedhof am Sonntag, 23. Oktober 2005, direkt
am Platz statt.
Den Termin der
nächsten Trauerfeier für
fehlgeborene Kinder unter 500 Gramm erfragen Sie bitte bei den Krankenhausseelsorgern.
Sie finden am Platz der Schmetterlingsgräber am Heilbronner Hauptfriedhof statt.
Der Termin der nächsten Trauerfeier ist auch unter folgendem Link zu finden:
http://www.klinikseelsorge-heilbronn.de/Informationen/informationen.html
Einladung der Krankenhausseelsorge,
Telefonnummern der Gruppe
"Regenbogen", Lageplan des Grabes im Friedhof >> > hier
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Presseberichte
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Ein Grabmal für die toten Kinder
Acht helle Stelen, jede unterschiedlich groß. Eine liegt im Gras: Das
Ensemble ist die Grabstelle für die Schmetterlingsgräber. Am Sonntag wird der
Gedenkort für früh- und totgeborene Kinder offiziell auf dem Hauptfriedhof
Heilbronn eingeweiht.
Das Laub ist auf die Kieselsteine gefallen. Neben den Stelen liegen
Teddybären, Blumengestecke, rote Grabkerzen, ein Windrad, ein
Weihnachts-Gartenzwerg. Eine Kinderzeichnung. Dieser Ort wird schon angenommen.
An die hundert totgeborene Kinder oder Fehlgeburten ruhen hier. Anonym. Irgendwo
unter der Grasdecke des Wiesentals , wie diese Ecke des Hauptfriedhofs Heilbronn
heißt.

In der kommenden Woche ist seit April 2004 die vierte Trauerfeier für Eltern
und Angehörige. Die Grabanlage der Schmetterlingsgräber dagegen ist erst seit
Mai diesen Jahres vollendet. Jetzt wird sie eingeweiht.
Viele haben mitgewirkt und die Idee möglich gemacht, für Mütter und Väter
einen Ort zu schaffen, an dem sie trauern können. Der Heilbronner
Steinbildhauer Rainer Bergmann lieferte den Entwurf. Acht Bildhauer haben die
Stelen gefertigt. Jeder auf seine Art, mal scharriert, mal gestockt. Aus einem
wölbt sich eine Rundung, die an einen Kinderkopf erinnert. Die Stelen
symbolisieren die neun Monate der Schwangerschaft. Für den ersten Monat: Leere.
Dann werden die Stelen immer größer. Eine ist umgestürzt. Sie verdeutlicht:
Hier ist etwas Unvorhergesehenes passiert.
Die Schmetterlingsgräber sind Ruhestätte für tote Kinder mit einem
Geburtsgewicht unter 500 Gramm. Die Wiese samt Grabstelle nutzen Eltern als
Gedenkort. Jeder kann aber auch ein Kindergrab kaufen oder das Kind in ein
bestehendes Grab beerdigen , erinnert der Abteilungsleiter Friedhöfe, Martin
Heier, an die Alternativen.
Die Sensibilität für dieses Thema ist erst erwacht. Zu oft hätten die
Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt zu spät daran gedacht: Was passiert
mit meinem Kind? Wo ist es? Die Klinikseelsorgerin Bärbel Herrmann-Kazmeier
trifft bei den Trauerfeiern immer wieder Mütter, die ihr Kind vor Jahrzehnten
verloren haben. Sie haben es damals nicht richtig verarbeitet und finden mit den
Schmetterlingsgräbern einen Ort für ihre Erinnerung, die Trauer.
Für je rund 25 bestattete Kinder gibt es eine allgemeine Trauerfeier. Dazu
stiften die Heilbronner Friedhofsgärtner die Blumen. Die liebevoll gearbeiteten
Kindersärge kommen von den Bestattern, die Stadt Heilbronn gibt den Platz, die
Klinkseelsorgerin Herrmann-Kazmeier und der Pastoralreferent Adriano Paoli
gestalten die Feiern.
Die Grabstelle der Schmetterlingsgräber wird am Sonntag, 23. Oktober, um
14.30 Uhr eingeweiht. Der Bildhauer Rainer Bergmann erklärt die Idee und
Ausführung der Stelen.
Heilbronner Stimme, Katja Feiler, 20.10.2005
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Eltern können Abschied nehmen
Trauerfeier für Fehlgeburten
Eine ökumenische Trauerfeier anlässlich der Beerdigung fehlgeborener Kinder
veranstaltet das evangelische Klinikpfarramt Heilbronn am Freitag, 2. April 2004,
um 14 Uhr auf dem Hauptfriedhof, direkt beim anonymen Grabfeld der
"Schmetterlingsgräber". Die Feier ist für jeden offen, auch wenn er
keiner Religion angehört.
Anliegen ist, betroffenen Eltern einen konkreten Ort zu bieten, an dem sie
auch mal eine Rose ablegen oder eine Kerze anzünden können. Für Fehlgeburten
unter 500 Gramm besteht keine Bestattungspflicht und sie wurden deshalb bisher
meistens eingeäschert. Durch tatkräftige Unterstützung von allen Seiten ist
jetzt durch Beerdigung und Trauerfeier ein würdevoller Umgang möglich
geworden. Das Besondere: Für die Betroffenen entstehen keine Kosten, weil
Steinmetze, Friedhofsgärtner, Bestatter und das Friedhofsamt der Stadt
Heilbronn mitarbeiten. (red)
Heilbronner Stimme, Dienstag, 16.03.2004
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Grab lässt Trauer ums tote Kind zu
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| Von Bettina Hahne-Waldscheck -
Heilbronner Stimme vom 06.09.2003 |
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Sie wiegen oft weniger als 500 Gramm und nichts bleibt an sie als die
Erinnerung. Totgeburten werden meist mit anderem Klinikabfall verbrannt.
Das soll in Heilbronn anders werden: Ein "Schmetterlingsgrab"
auf dem Hauptfriedhof soll den würdigen Rahmen für die Trauer bieten.
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Früher
sahen es Ärzte und Eltern meist als richtig an, den frühen Tod eines
Kindes einfach zu verdrängen. Mütter haben ihre Kinder nie gesehen und
sie meist auch nicht beerdigt. "Das ist seit eineinhalb Jahren bei
uns anders", sagt Professor Joachim Rumpelt, Pathologe im
SLK-Klinikum Heilbronn. "Wir heben das tote Kind inzwischen drei
Wochen auf und fragen die Eltern nach dieser Zeit noch einmal, ob sie eine
Beerdigung wünschen."
Viele entscheiden sich dann doch für ein
eigenes Grab. "Die anderen toten Frühchen, die unter 500 Gramm
wiegen, werden jedoch nach wie vor mit anderen menschlichen Organen
verbrannt", sagt Rumpelt.
Das wird sich ändern, wenn das Grünflächenamt
in den kommenden Monaten ein "Schmetterlingsgrab" für Früh-
und Totgeborene auf dem Hauptfriedhof einrichtet.
"Schmetterlinge sind der Inbegriff von
Anmut und Schönheit. So schnell sie auftauchen, so schnell sind sie auch
wieder davon", erklärt Martin Haier, Abteilungsleiter für Friedhöfe
beim Grünflächenamt, die Wortschöpfung. "Schmetterlinge stehen
auch für die Verwandlung - vom Leben in den Tod und ins Leben", ergänzt
Monika Edler-Rist vom Heilbronner Verein "Regenbogen - Glücklose
Schwangerschaft", der das Projekt mit unterstützt. Auch die
Heilbronner Friedhofsgärtner, Steinmetze und Bestatter beteiligen sich an
der Gestaltung und Pflege des neuen Grabes. "Jeder wird seinen Teil
dazu beitragen", sagt Heier. So auch das Pathologische Institut und
die Seelsorger der SLK-Kliniken. Wie die Grabstelle genau aussehen soll,
darüber wird demnächst entschieden.
"Wenn ein Kind tot geboren wird, sind
die Eltern oft psychisch überfordert und wollen kein eigenes Grab",
erzählt Hans-Peter Barz, Leiter des Grünflächenamtes Heilbronn. Oft
bereuten sie ihre Entscheidung später. "Sie stellen auf einmal fest,
dass es keinen Ort gibt, an dem sie trauern können." Heier:
"Das neue Grab soll Eltern, Geschwistern und Verwandten ermöglichen,
Abschied zu nehmen. " Jedes Neugeborene, das in den SLK-Kliniken tot
zur Welt kommt, unter 500 Gramm wiegt und nicht von den Eltern beerdigt
wird, findet in Zukunft einen Platz auf dem Heilbronner Hauptfriedhof.
"Ich finde es sehr gut, dass in
Heilbronn ein Schmetterlingsgrab entsteht", sagt Monika Edler-Rist
von der Elterngruppe Regenbogen. Sie möchte für die Grabstelle gerne
eine Stele spenden. "Es ist furchtbar, wenn Kinder im Klinikmüll
landen. Es soll einen Ort geben, wo sie würdig bestattet sind." Sie
kennt viele Frauen, die ihr Totgeborenes im Schock nicht sehen wollten und
sich nicht weiter darum kümmerten, was mit dem Baby passierte. "Oft
wissen die Eltern gar nicht, dass sie ihr Baby beerdigen können oder
wollen kein großes Aufheben machen." Später setze es vielen Frauen
zu, dass es keinen Ort gibt, zu dem die Familie hingehen könne. Auch wenn
das geplante Schmetterlingsgrab anonym ist, sei das besser als gar nichts,
betont Edler-Rist.
Schmetterlingsgräber gibt es bereits in
vielen Städten in Deutschland, im näheren Umkreis in Schwäbisch Hall
und Ludwigsburg. Um das neue Grab zu finanzieren, werden noch Spenden benötigt,
Informationen gibt es bei der evangelischen Kirchenpflege Heilbronn.
Kommentar
Totgeburt
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| Von Bettina Hahne-Waldscheck -
Heilbronner Stimme 06.03.2003 |
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Für viele Frauen gibt es kaum ein
schlimmeres Erlebnis, als ein Kind tot zur Welt zu bringen. In ihrem
Schock wollen sie das leblose Baby meist gar nicht erst sehen. Von
Ärzten erfahren sie: Ein Kind, das unter 500 Gramm wiegt, muss
nicht beerdigt werden. Das klingt hilfreich. Nur kein Aufheben
machen und dann umso schneller vergessen, heißt oft die Devise.
Verständlich in einem Zustand, der kein klares Denken zulässt. Nur
wenige bestehen in diesem Moment auf eine Bestattung.
Wochen oder Monate später folgt das böse
Erwachen: Im Verarbeitungsprozess um das Geschehene fehlt plötzlich
ein Ort, um Abschied zu nehmen, der Rahmen, in dem angemessen
getrauert werden kann. Das schlechte Gewissen mag die Situation zusätzlich
erschweren. Die Erfahrung zeigt: Wer das tote Kind an einer Grabstätte
besucht, verarbeitet den Schmerz besser als jemand, der abstrakt
trauern muss. Schade, dass die Eltern und Geschwister der toten
Kinder auf diese psychologische Erkenntnis im Krankenhaus bisher
nicht immer gleich hingewiesen wurden.
Dass jetzt ein Schmetterlingsgrab in
Heilbronn eingerichtet wird, ist deshalb gut und wichtig. Angehörige,
die im ersten Moment von einer Beerdigung absehen, haben nun die Möglichkeit,
ihr Kind später auf dem Friedhof zu besuchen. Bisher blieb
hinterher nur die Erkenntnis: Mein Baby wurde zusammen mit anderem
Klinikmüll entsorgt.
Schrecklich genug, dass es überhaupt
üblich ist, so zu verfahren. Die Würde des Menschen beginnt als
Embryo und deshalb verdienen auch die kleinsten Wesen eine würdige
Bestattung.
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