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Fehlgeborene
Kinder - Totgeburten unter 500 Gramm - werden oft mit dem Klinikmüll
verbrannt. Verwaiste Eltern haben keinen Ort der Trauer. Für viele
bedeutet das seelisches Leid.
Helfen Sie mit in der "Aktion allen
Menschen ein Grab" durch
- Ihre Unterschrift als Unterstützer
(online)
- Erteilung von Auskünften in
Online-Fragebogen (Forschungsarbeit und politische Einflussnahme)
Klinikseelsorger
Klaus Schäfer von den St.- Vincentius-Kliniken in Karlsruhe hat sich
schon in seiner Zulassungsarbeit zur zweiten Dienstprüfung
(Pfarrexamen) mit der Situation trauernder Eltern auseinander
gesetzt.
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Gelebt
und
doch nicht
gelebt? |
In seiner Praxis ist er dann auf den
leider sehr häufigen "Spezialfall" der tot geborenen Kinder
gestoßen. Für die Eltern, insbesondere die betroffenen Frauen,
entsteht eine zwiespältige Situation, denn "das Kind hat ja noch
nicht gelebt" - sie wissen aber genau, dass da Leben war, das sie
begleitet, umsorgt und geliebt haben. Klaus Schäfer weiß aus dem
Krankenhaus und der nachgehenden Begleitung der betroffenen Eltern wie
belastend in vielen Fällen dieses Schicksal für die Betroffenen ist.
Aktuell in
Heilbronn >> > hier
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Seelisches
Problem |
Aus der familientherapeutischen Arbeit
ist bekannt, dass häufig die "fehlenden" Kinder eine umso größere
Rolle im Familienverbund spielen, je weniger sie betrauert wurden, je
weniger sich die Eltern von ihnen verabschieden konnten.
Was hier hilft, was eher belastet, danach zu
fragen ist das eine Anliegen von Klaus Schäfer.
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| Rechtslage |
Das andere Anliegen ist die Frage: Was
geschieht mit dem kleinen Mensch, nach dessen Geburt, "wenn Geburt
und Tod zusammen-kommen"? Was geschieht mit dem kleinen Leichnam?
Das Bestattungsrecht (Ländersache) gibt Auskunft:
- Tot geborene Kinder, die bei ihrer Geburt mehr als 500 Gramm
wiegen, müssen bestattet werden. Die Eltern haben eine
Bestattungspflicht.
- Die leichteren Kinder sind laut Bestattungsrecht der meisten
Bundesländer "hygienisch einwandfrei und dem sittlichen
Empfinden entsprechend zu beseitigen".
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Sind Leichen
Müll? |
Das bedeutet zumeist, dass die Leichen
zusammen mit dem Klinikmüll verbrannt werden.
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Beispiel
Karlsruhe |
In
manchen Bundesländern können die Eltern eine Bestattung fordern,
andere gewähren diesen Anspruch nicht.
In Karlsruhe finden mehrmals jährlich Sammelbeisetzungen statt. Über
dieses Karlsruher Gräberfeld berichtet die Seite >>>
http://www.kindergrab.de/ka-grab/ka-mod.htm
Es hat sich gezeigt, dass für viele Menschen ein Ort der Trauer
wichtig ist, oft - meist ist dieser Ort die Grabstätte. Das Begräbnis
ist für viele betroffenen Eltern von großer Bedeutung. Es ist ein
offizieller Akt, der zum Ausdruck bringt, dass die Eltern um ihr Kind
trauern. Als positiver Nebeneffekt wird im Umkreis der Betroffenen das
Schweigen gebrochen.
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Politische
Aktion und
seelsorgerliche
psychologische
Fragen |
Klaus Schäfer
ist politisch aktiv geworden, um auf die Entwicklung des
Bestattungsrechts Einfluss zu nehmen. Gleichzeitig will er Hilfsmöglichkeiten
für die Betroffenen erforschen und bekannt machen. Er will in den
Krankenhäusern die Verantwortlichen für diese Problematik sensibel
machen. Er will indirekt die Bildung von Gruppen unterstützen. Er will
auf das öffentliche Bewusstsein einwirken.
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Umfrage bei
Betroffenen |
Um diese Ziele zu erreichen sucht er
betroffene Mütter und Väter, die nach Bedarf im Internet anonym
Fragebogen ausfüllen. Ziel ist eine qualifizierte Datenbasis für
empirische Forschung und politische Argumentation. Alles Nähere finden
Sie hier >>>
http://www.kindergrab.de/umfrage/z_suche.htm
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Neu:
Heilbronn |
"Schmetterlingsgrab" - Ein
Grab für früh und tot geborene Kinder wird auf dem Heilbronner
Friedhof eingerichtet - Artikel aus der Heilbronner Stimme
> > >> hier
Einweihung am 23. Oktober 2005 >> > hier |